Der Nationalpark Ao Phang Nga liegt im Süden Thailands in der Provinz Phang Nga an der Küste der Andamanensee. Er gehört zu den bekanntesten Naturlandschaften des Landes und ist für seine Kalksteinfelsen, kleinen Inseln, Mangrovenwälder und verwinkelten Meereskanäle bekannt.
Der Park umfasst etwa 400 km² beziehungsweise 40.000 Hektar. Er wurde am 29. April 1981 offiziell eingerichtet und war damit Thailands 25. Nationalpark. Rund 80 Prozent der Fläche bestehen aus Wasser, während große Teile des Festlands von Mangroven bedeckt sind. Im Schutzgebiet liegen zahlreiche Inseln mit steilen Felswänden, Buchten und Höhlen.
James-Bond-Insel
Das bekannteste Wahrzeichen des Parks ist Ko Tapu, ein schmaler Kalksteinfelsen, der aus dem Meer aufragt. Internationale Bekanntheit erlangte er durch den James-Bond-Film Der Mann mit dem goldenen Colt aus dem Jahr 1974. In der Nähe liegt Ko Phing Kan, eine Insel mit hohen Felswänden und ungewöhnlichen Gesteinsformen. Beide Orte gehören häufig zu Bootsausflügen durch die Bucht.
Kalksteininseln und Höhlen
Die Landschaft der Bucht entstand über lange Zeit durch Wasser und Verwitterung, die auf den Kalkstein einwirkten. Einzelne Felstürme und größere Inselgruppen erheben sich aus dem Meer und sind durch schmale Kanäle voneinander getrennt. Auf einigen Inseln gibt es Grotten, Tunnel und Höhlen, deren Zugänglichkeit von Gezeiten und Wetter abhängt. Ko Talu mit seinen Durchgängen zwischen Felsen sowie das Gebiet um Ko Hong sind beliebte Ziele für Boots- und Kajaktouren.
Mangroven und Tierwelt
Die Mangrovenökosysteme sind für die Bucht von großer Bedeutung. Sie schützen die Küste vor Erosion, bieten jungen Fischen und Krebstieren Lebensraum und fördern die Vielfalt der Meeresfauna. Im Park leben verschiedene Küstenvögel, Reptilien, Fische und Wirbellose. Zu den Bewohnern der Mangroven gehören Krabben und Schlammspringer. Die Lebensräume werden von Gezeiten, Salzgehalt und saisonalen Monsunen beeinflusst.
Das Dorf Ko Panyi
In der Nähe der Naturattraktionen liegt Ko Panyi, ein bekanntes Fischerdorf, dessen Häuser größtenteils auf Stelzen über dem Wasser am Fuß einer Kalksteinwand errichtet wurden. Besucher können das lokale Leben kennenlernen, thailändische Gerichte probieren und Souvenirs kaufen. Ein Besuch des Dorfes wird häufig mit einer Bootstour durch die Bucht verbunden.
Besuch des Nationalparks
Am besten lässt sich der Park mit einem traditionellen Longtailboot, einem Motorboot oder einem Seekajak erkunden, oft im Rahmen einer organisierten Tour. Ausgangspunkte befinden sich unter anderem in der Provinz Phang Nga und auf Phuket. Die Gezeiten sollten berücksichtigt werden, da einige Höhlen und Durchgänge nur bei bestimmten Wasserständen zugänglich sind. Bootsausflüge sind in der trockeneren Jahreszeit häufig angenehmer, doch die Bedingungen können sich ändern.
Ao Phang Nga vereint außergewöhnliche geologische Formationen, Mangrovenökosysteme und traditionelle Küstenkultur. Zum Schutz der Natur sollten Besucher die Parkregeln beachten, keinen Müll zurücklassen, Pflanzen nicht beschädigen und Tiere nicht stören.
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