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Jigokudani

Jigokudani ist ein Bergtal in der japanischen Präfektur Nagano, das für seine heißen Quellen und die Japanmakaken bekannt ist, die sich im Winter häufig im warmen Wasser aufwärmen. Weltweit berühmt wurde der Ort durch Fotos der sogenannten Schneeaffen, die in dampfenden Becken sitzen, während ringsum Schnee liegt.

Warum das Tal Jigokudani heißt

Jigokudani wird meist mit „Höllental“ übersetzt. Der Name bezieht sich auf steile Felswände, die raue Berglandschaft und die dampfenden heißen Quellen. Das Tal liegt etwa 850 Meter über dem Meeresspiegel im Einzugsgebiet des Yokoyu-Flusses. Die Winter sind streng, mit viel Schnee und Temperaturen unter −10 °C.

Der Schneeaffenpark

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der 1964 eröffnete Park Jigokudani Yaen-Koen. Er ermöglicht es, Japanmakaken in einer Umgebung zu beobachten, die ihrem natürlichen Lebensraum nahekommt. Die Tiere bewegen sich frei und können selbst entscheiden, wann sie den Bereich aufsuchen oder verlassen.

Japanmakaken leben in Gruppen in den Bergwäldern Japans. Ihr dichtes Fell hilft ihnen, kalte Winter zu überstehen. Sie kommunizieren miteinander, pflegen gegenseitig ihr Fell, suchen Nahrung und ziehen ihre Jungtiere in komplexen sozialen Gruppen auf.

Warum baden die Affen in heißen Quellen?

Das bekannteste Bild von Jigokudani zeigt Makaken in einem warmen Becken, während Schnee um sie herum fällt. Das Wasser hilft ihnen, sich im Winter warm zu halten. Allerdings baden nicht alle Affen, und sie verbringen nicht den ganzen Tag im Becken. In den warmen Monaten nutzen sie es deutlich seltener.

Nach Angaben der Parkverwaltung begann dieses Verhalten vergleichsweise spät, als ein junger Affe eine heiße Quelle bei einem traditionellen Gasthaus aufsuchte. Andere Tiere ahmten ihn nach. Später wurde ein eigenes Außenbecken für die Makaken eingerichtet.

Beste Reisezeit

Der Winter, besonders von Dezember bis März, ist die beliebteste Zeit, um Affen im dampfenden Wasser vor einer verschneiten Kulisse zu fotografieren. Junge Makaken werden häufig im Frühling und Sommer beobachtet; die Geburten finden meist zwischen April und Juni statt. Im Herbst leuchten die Wälder in kräftigen Farben, doch die Affen besuchen den Park möglicherweise unregelmäßiger. Ihre Anwesenheit ist nicht täglich garantiert.

Anreise

Eine häufig genutzte Route führt über den Bahnhof Nagano, der mit dem Hokuriku-Shinkansen an Tokio angebunden ist. Von Nagano aus kann man mit Zug oder Bus in Richtung Yudanaka fahren oder einen Bus bis zur Haltestelle Snow Monkey Park nehmen. Der letzte Abschnitt führt etwa 30 bis 40 Minuten zu Fuß durch den Wald. Im Winter kann der Weg rutschig sein; festes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Besuchsregeln

Jigokudani ist ein Ort zur Beobachtung wilder Tiere und kein Streichelzoo. Die Makaken dürfen weder berührt noch gefüttert werden. Halte Abstand zu Jungtieren und befolge die Anweisungen des Personals. Die Wege sind nicht befestigt, weshalb der Zugang für Rollstühle eingeschränkt ist. Haustiere sind nicht erlaubt.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Ein Besuch lässt sich mit den Thermalorten Yudanaka und Shibu Onsen verbinden. Dort gibt es traditionelle Ryokan-Gasthäuser, öffentliche Bäder und historische Gassen. Jigokudani bietet nicht nur eindrucksvolle Fotomotive, sondern auch die Möglichkeit, das Sozialverhalten der Makaken und ihre Anpassung an das kalte Bergklima zu beobachten.

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