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Badlands-Nationalpark

Der Badlands-Nationalpark liegt im Südwesten des US-Bundesstaates South Dakota. Er ist für seine ungewöhnlichen Felsformationen, tiefen Schluchten, scharfkantigen Spitzen und farbigen Sedimentschichten bekannt. Zwischen den Felsen erstrecken sich Prärien, in denen Bisons und Dickhornschafe leben.

Der Park umfasst etwa 987 km² beziehungsweise 98.700 Hektar. Er schützt erodierte Felslandschaften und Prärieökosysteme und gehört zu den bedeutendsten paläontologischen Gebieten Nordamerikas.

Entstehung der Landschaft

Die Sedimentschichten lagerten sich über viele Millionen Jahre in unterschiedlichen Landschaften ab. Später formten Wasser, Wind, Frost und Temperaturschwankungen die relativ weichen Gesteine zu Schluchten, schmalen Graten, Felsspitzen und einzelnen Pfeilern. Die Gesteine dokumentieren rund 75 Millionen Jahre Erdgeschichte. Die Erosion setzt sich bis heute fort.

Der Name Badlands bezeichnet ein schwer zugängliches Gebiet mit wenig Wasser. Die Lakota nennen die Region Mako Sica, ein Name, der ebenfalls mit unwirtlichem Land verbunden ist.

Fossilien und urzeitliche Tiere

Der Park besitzt besonders reiche Fossillagerstätten, vor allem aus dem Oligozän vor etwa 34 bis 23 Millionen Jahren. Gefunden wurden Überreste früher Pferde, Nashörner, Kamelverwandter, Oreodonten und räuberischer Säugetiere. Die Funde helfen Forschenden, die Entwicklung der Säugetiere und frühere Umweltbedingungen zu rekonstruieren.

Fossilien sind geschützt. Sie dürfen nicht ausgegraben, mitgenommen oder beschädigt werden. Entdeckte Stücke müssen an Ort und Stelle bleiben und dem Parkpersonal gemeldet werden.

Prärie und Tierwelt

Große Teile des Parks bestehen aus Mischgrasprärie. Amerikanische Bisons grasen auf den offenen Ebenen, während Dickhornschafe steile Felsbereiche erklimmen. Präriehunde leben in Kolonien. Außerdem kommen Kojoten, Hirsche, Greifvögel und zahlreiche kleinere Tiere vor. Das bedrohte Schwarzfußiltis ist ein wichtiges Ziel von Schutzprogrammen, da es eng mit Präriehundgebieten verbunden ist.

Sehenswerte Orte

Die Panoramastraße Badlands Loop Road führt durch markante Landschaften und verbindet mehrere Aussichtspunkte. Big Badlands Overlook bietet einen weiten Blick, Panorama Point überblickt Täler und Felsen, und Yellow Mounds ist für gelbe, ockerfarbene und rötliche Gesteinsschichten bekannt.

Die kurzen Wege Door Trail und Window Trail führen zu natürlichen Öffnungen und Aussichtspunkten. Der anspruchsvollere Notch Trail verläuft über unebenes Gelände und enthält einen steilen Abschnitt mit einer Leiter. Vor dem Start sollte man die Wegbedingungen prüfen.

Geschichte und Kultur

Die Region ist eng mit den indigenen Völkern der Great Plains verbunden, insbesondere mit den Lakota. Archäologische Funde belegen, dass Menschen hier seit Jahrtausenden lebten. 1939 wurde das Gebiet zum National Monument erklärt, 1978 erhielt es den Status eines Nationalparks. Teile des Schutzgebiets stehen in Verbindung mit der Pine-Ridge-Reservation und der Geschichte der Oglala-Lakota.

Beste Reisezeit

Frühling und Frühsommer eignen sich für blühende Pflanzen und Tierbeobachtungen. Im Sommer kann es sehr heiß werden, und Gewitter treten manchmal plötzlich auf. Im Herbst sorgen kühlere Temperaturen und tief stehendes Sonnenlicht für intensive Farben. Im Winter sind Schnee, starker Wind und Frost möglich.

Vor Wanderungen sollten Wetterbericht und Wegbedingungen geprüft werden. Viele Wege bieten wenig Schatten; ausreichend Wasser und Sonnenschutz sind daher wichtig. Sommerstürme können starke Winde und plötzliche Überschwemmungen in Schluchten verursachen.

Anreise

Der Park liegt etwa 120 km östlich von Rapid City. Ein Auto ist die praktischste Möglichkeit, die Aussichtspunkte entlang der Badlands Loop Road zu erreichen. Das Ben-Reifel-Besucherzentrum im nördlichen Parkbereich informiert über Wanderwege, Tierwelt und Fossilienforschung. Viele Reisende verbinden den Besuch mit den Black Hills und dem Mount Rushmore National Memorial.

Der Badlands-Nationalpark vereint beeindruckende Geologie, urzeitliche Fossilien und lebendige Prärie und vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in das Natur- und Kulturerbe der Great Plains.

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