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Mendoza erwies sich als viel mehr als eine Weinregion

Mendoza erwies sich als viel mehr als eine Weinregion

Vor meiner Reise nach Mendoza verband ich die Region fast automatisch mit Wein. Weinberge, Verkostungen und eine Flasche Malbec vor den Anden - ungefähr so sah meine Vorstellung aus. Doch schon nach den ersten Stunden wurde klar, dass ich diesen Ort deutlich unterschätzt hatte.

Mendoza erwies sich als Stadt mit einer ganz eigenen Atmosphäre, breiten Straßen, viel Grün und Bergen, die ständig daran erinnern, wo man sich befindet.

Die Stadt ist überraschend grün

Das Erste, was mich in Mendoza überraschte, war die Anzahl der Bäume. Breite Straßen verschwinden unter dem Grün, Bäume bilden natürliche Tunnel über den Gehwegen und kleine Bewässerungskanäle verlaufen entlang der Straßen.

Dabei ist es besonders interessant, sich die Lage der Stadt vor Augen zu führen. Das Klima ist trocken, es gibt wenig Niederschlag und die Landschaft rundherum ist größtenteils arid. Mendoza wurde dank eines umfangreichen Bewässerungssystems grün.

Dadurch fühlt sich ein Spaziergang durch die Innenstadt ganz anders an, als man es von einer Stadt in einer trockenen Landschaft erwarten würde.

Dann beginnen die Weinberge

Natürlich kommt man in Mendoza nicht am Wein vorbei. Außerhalb der Stadt ziehen sich Weinberge entlang der Straßen, während schneebedeckte Gipfel der Anden am Horizont erscheinen.

Hier verstand ich, warum der argentinische Malbec so bekannt wurde. Aber der Wein selbst ist nur ein Teil des Erlebnisses. Die Kombination aus Weinbergen, trockenem Klima, Bergluft und den gewaltigen Anden macht die Region besonders.

Von diesem Moment an war Mendoza für mich nicht mehr nur eine Weinregion. Wein ist Teil einer viel größeren Geschichte - der Geschichte eines Landes, in dem Menschen gelernt haben, fast an der Grenze zwischen trockenem Land und Bergen Wein anzubauen.

Hinter der Stadt beginnt ein völlig anderes Mendoza

Mein stärkster Eindruck entstand auf der Fahrt in Richtung Anden. Je weiter man fährt, desto weniger bleibt vom Stadtleben. Die Straße steigt an, die Landschaft wird rauer und die Berge nehmen immer mehr Raum ein.

Der große Star dieser Region ist der Aconcagua, der höchste Berg Südamerikas. Auch ohne eine Besteigung zu planen, wird die Fahrt in diesen Teil der Provinz zu einem eigenen Abenteuer.

Dieser Kontrast war meine wichtigste Entdeckung. Mendoza kann mit einem Glas Malbec unter Bäumen beginnen, durch Weinberge führen und am Fuß riesiger Anden enden.

Wenn ich heute an Mendoza denke, ist Wein nicht mehr das Erste, was mir einfällt. Ich denke an grüne Straßen, Bewässerungskanäle, Weinberge vor den Bergen und die Straße, die langsam in den Anden verschwindet.

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