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Redwood-Nationalpark

Der Redwood-Nationalpark liegt an der Nordküste Kaliforniens im Westen der USA, nahe der Grenze zu Oregon. Bekannt ist er für seine Küstenmammutbäume, die höchsten Bäume der Welt. Riesige Stämme, üppige Farne und häufig nebelverhangene Hänge vermitteln den Eindruck eines uralten Waldes.

Fläche und Schutzgeschichte

Der Redwood-Nationalpark wurde am 2. Oktober 1968 gegründet. 1978 wurde sein Gebiet erweitert, um weitere Wälder und Wassereinzugsgebiete vor den Folgen der Holzwirtschaft zu schützen. Heute wird der Bundespark gemeinsam mit drei kalifornischen State Parks verwaltet: Jedediah Smith Redwoods, Del Norte Coast Redwoods und Prairie Creek Redwoods. Die Gesamtfläche dieses Parkverbunds beträgt etwa 563 km² beziehungsweise 56.300 Hektar. 1980 wurde das Gebiet in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Riesige Küstenmammutbäume

Die charakteristische Baumart ist der Küstenmammutbaum Sequoia sempervirens. Unter günstigen Bedingungen werden diese Bäume mehr als 100 Meter hoch und können ungefähr zweitausend Jahre alt werden. Ihre dicke Rinde bietet Schutz vor Feuer, während feuchte Meeresluft und Küstennebel den Wald auch in vergleichsweise trockenen Zeiten mit Feuchtigkeit versorgen. Der Park bewahrt große Bereiche alten Waldes, in denen uralte Mammutbäume neben jüngeren Bäumen, Douglasien und anderen Arten der gemäßigten Pazifikwälder wachsen.

Wälder, Flüsse und Pazifikküste

Redwood besteht nicht nur aus riesigen Bäumen. Zum Gebiet gehören auch Graslandschaften, Eichenwälder, Flüsse, Bäche und Abschnitte der Pazifikküste. Redwood Creek, der Klamath River und weitere Gewässer bieten Lebensraum für Fische, Amphibien und zahlreiche Wirbellose. An der Küste lassen sich Seevögel, Seelöwen und Tiere in Gezeitentümpeln beobachten. Die Kombination aus Wald-, Süßwasser- und Meereslebensräumen macht das Gebiet für den Schutz der biologischen Vielfalt besonders wertvoll.

Tierwelt

Zu den auffälligsten großen Säugetieren zählen Schwarzbären und Roosevelt-Wapitis. Außerdem leben Hirsche, Waschbären, Füchse und zahlreiche Vogelarten in den Wäldern. In den Flüssen kommen Lachsfische vor; vor der Küste können Meeressäuger beobachtet werden. Einige Arten, darunter der Fleckenkauz und der westliche Schneeregenpfeifer, benötigen besonderen Schutz. Der Erhalt alter Wälder und die Wiederherstellung durch frühere Abholzung geschädigter Landschaften gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Parkverwaltung.

Sehenswürdigkeiten

Fern Canyon ist eines der bekanntesten Ziele: eine schmale Schlucht mit steilen, von Farnen bedeckten Wänden. Im Gebiet von Prairie Creek kann man zwischen hohen Mammutbäumen wandern und mit etwas Glück Wapitis auf offenen Wiesen beobachten. Der State Park Jedediah Smith Redwoods schützt eindrucksvolle alte Baumgruppen, während der landschaftlich schöne Newton B. Drury Parkway durch Waldgebiete führt. Längere Wanderungen können zum Tall Trees Grove führen; für manche Bereiche sind jedoch Genehmigungen oder eine vorherige Planung erforderlich.

Geschichte und Kultur der indigenen Völker

Die Wälder und die Küste Nordkaliforniens sind seit Jahrtausenden Heimat indigener Völker, darunter Yurok, Tolowa und Chilula. Ihre kulturellen Verbindungen zu diesem Land und ihr traditionelles Wissen bestehen bis heute. Die Region war zugleich von intensiver Holzwirtschaft geprägt, durch die große Teile der alten Wälder verloren gingen. Naturschutzinitiativen führten zur Einrichtung der Schutzgebiete. Heute sollen verbliebene Wälder erhalten und Flüsse, Hänge sowie andere durch frühere Nutzung geschädigte Flächen wiederhergestellt werden.

Beste Reisezeit und Vorbereitung

Die Parks sind ganzjährig zugänglich, doch das Küstenklima ist häufig kühl und feucht. Im Sommer tritt oft Nebel auf, während die Winter niederschlagsreich sind. Vor dem Besuch sollten Sie den Zustand von Straßen und Wanderwegen, die Zugangsregeln für Fern Canyon und Tall Trees Grove sowie die Verfügbarkeit von Campingplätzen prüfen. Der Mobilfunkempfang ist in manchen Bereichen eingeschränkt. Für die meisten Hauptbereiche wird kein Eintritt erhoben; einige Tagesausflugsbereiche der State Parks sind jedoch kostenpflichtig. Bleiben Sie auf markierten Wegen, stören Sie keine Tiere und nehmen Sie Ihren Müll wieder mit.

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