Petra an einem Tag: Was man in der rosaroten Stadt sehen sollte
Petra ist eine antike nabatäische Stadt, die direkt in rosarote Felsen im Süden Jordaniens gehauen wurde. Sie gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als eines der „neuen sieben Weltwunder“. Man kommt wegen der berühmten Fassade des Schatzhauses, doch das Spannendste beginnt danach: eine enge Schlucht, Königsgräber und ein Pfad hinauf zum Kloster.
Wo man beginnt
Der Haupteingang nach Petra liegt neben der Stadt Wadi Musa. Am besten kommt man zur Öffnung: Morgens ist es kühler, es sind weniger Leute da und das Licht auf dem Fels ist weicher. Die gesamte Hauptroute führt zu Fuß, plane also den größten Teil des Tages dafür ein.
Der Siq: die Schlucht zur Stadt
Vom Eingang zur Stadt führt der Siq, eine enge Schlucht von etwa 1,2 km Länge. Stellenweise ragen die Wände dutzende Meter hoch und schließen sich fast über dem Kopf. Ihn langsam entlangzugehen, die Gesteinsschichten in verschiedenen Tönen und die Reste der Kanäle zu betrachten, die einst Wasser führten, ist schon die halbe Erfahrung.

Al-Khazneh: das berühmte Schatzhaus
Am Ende des Siq taucht zwischen den Felsen plötzlich Al-Khazneh, das „Schatzhaus“, auf: eine etwa 40 Meter hohe Fassade, direkt in die Felswand gehauen. Der Name geht auf eine Legende von verstecktem Schatz zurück, doch man nimmt an, dass es sich in Wirklichkeit um ein Königsgrab handelte. Hineingehen kann man nicht, aber die Fassade wirkt morgens am schönsten, wenn Licht auf sie fällt.

Das Kloster Ad-Deir: ein Aufstieg, der sich lohnt
Wer Zeit und Kraft hat, steigt zum Ad-Deir, dem Kloster, hinauf. Der Weg umfasst etwa 800 Stufen auf einem Felspfad und ist bei Hitze nicht leicht. Dafür ist die Fassade noch größer als die des Schatzhauses, und es sind deutlich weniger Menschen da. Oben gibt es Aussichtspunkte mit Blick auf die Wüstenberge.

Königsgräber und die Hauptstraße
Weiter durch das Tal führen eine Säulenstraße, ein römisches Theater und Hänge, in die Hunderte Gräber geschlagen wurden. Die Königsgräber sieht man gut vom Weg aus, und im Nachmittagslicht sind sie besonders eindrucksvoll. Lass dir Zeit und wirf einen Blick in die Seitenwege: Oft ist dort niemand.
Praktische Tipps
Nimm viel Wasser, eine Kopfbedeckung und geschlossene Schuhe mit guter Sohle mit: Die Wege sind sandig und steinig, und tagsüber kann es sehr heiß werden. Prüfe vorab die aktuellen Ticketpreise und die Bedingungen des Jordan Pass, wenn du mehrere Orte in Jordanien besuchen willst. An manchen Abenden gibt es in Petra eine nächtliche Kerzenlicht-Show, den Termin sollte man vorher klären.
Hat sich die Reise nach Petra gelohnt?
Auf jeden Fall. Petra ist nicht ein berühmtes Bild, sondern eine ganze Stadt, in der Natur und Architektur eins geworden sind. Ein Tag reicht, um das Wichtigste zu sehen, wer die entlegenen Wege ruhiger gehen möchte, plant besser zwei ein.


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