Der Abel-Tasman-Nationalpark gehört zu den schönsten Naturlandschaften Neuseelands. Er liegt im Nordwesten der Südinsel zwischen der Golden Bay und der Tasman Bay. Bekannt ist er für seine goldenen Sandstrände, das klare Wasser, die Granitfelsen und die dichten Küstenwälder. Der Park wurde 1942 gegründet und nach dem niederländischen Seefahrer Abel Tasman benannt, der 1642 Neuseeland erreichte.
Natur und Landschaften
Charakteristisch für den Park ist die Verbindung von Küstenlandschaften und üppiger Vegetation. Die zerklüftete Küste bildet zahlreiche Buchten, kleine Inseln, felsige Landzungen und Sandbänke. Helle Strände heben sich vom türkisfarbenen Wasser ab, dahinter erheben sich Hügel mit einheimischer Vegetation. Im Landesinneren gibt es Wälder, Bäche, Täler und ungewöhnliche Kalksteinformationen.
In den Küstengewässern leben Seevögel, Fische und Neuseeländische Seebären. Einige Inseln sind wichtige Rast- und Brutplätze für Vögel. Die Vielfalt der Lebensräume macht den Park sowohl für Strandliebhaber als auch für Natur- und Tierfreunde interessant.
Abel Tasman Coast Track
Zu den wichtigsten Erlebnissen gehört der Abel Tasman Coast Track, ein Fernwanderweg von ungefähr 60 Kilometern Länge. Er verläuft entlang der Küste und verbindet Strände, Waldabschnitte, Buchten und Aussichtspunkte. Für die gesamte Strecke werden normalerweise mehrere Tage benötigt; für Tageswanderungen lassen sich jedoch einzelne Abschnitte auswählen.
Unterwegs überqueren Wanderer Hängebrücken, durchqueren Wälder und erreichen abgelegene Strände. Einige Wegabschnitte sind von den Gezeiten abhängig. Deshalb sollten vor dem Aufbruch der Zustand der Wege und die Gezeitenzeiten geprüft werden. Für mehrtägige Touren gibt es ausgewiesene Campingplätze und Hütten, die möglichst früh gebucht werden sollten.
Seekajak und Aktivitäten an der Küste
Der Park gilt als eines der besten Ziele Neuseelands für Seekajakfahren. Mit dem Kajak lassen sich kleine Buchten erkunden, felsige Landzungen umrunden und Meerestiere vom Wasser aus beobachten. Wassertaxis und Bootsausflüge bieten ebenfalls Zugang zu verschiedenen Stränden und ermöglichen Wanderungen auf ausgewählten Abschnitten des Küstenwegs.
Beliebte Zwischenstopps sind die Anchorage Bay sowie die Strände bei Tonga und Tōtaranui. Dort kann man am Meer entspannen, picknicken, bei geeigneten Bedingungen schwimmen oder Waldwege erkunden. Wetter und Seegang können sich schnell ändern, daher sollten Besucher die Hinweise örtlicher Anbieter beachten.
Anreise zum Nationalpark
Die wichtigsten Zugänge liegen bei Mārahau im Süden und Wainui im Norden. Die meisten Besucher reisen über Nelson an und fahren anschließend mit dem Auto oder Bus weiter. Wassertaxis ab Mārahau oder Kaiteriteri bringen Gäste zu den Küstenwegen. Der Zugang zu einzelnen Stränden hängt von der Jahreszeit, den Seebedingungen und den Fahrplänen ab.
Der Abel-Tasman-Nationalpark eignet sich für Wanderungen, Bootsausflüge, Naturbeobachtungen und erholsame Stunden am Wasser. Um die Landschaft zu schützen, sollten Besucher ihren Müll wieder mitnehmen, ausgewiesene Campingplätze nutzen und die Regeln des Schutzgebiets beachten.
Galerie

