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Samburu

Samburu gehört zu den ungewöhnlichsten Naturschutzgebieten Kenias. Es liegt im trockenen Norden des Landes und ist für seltene Tierarten, die Ufer des Ewaso-Ng'iro-Flusses und Savannenlandschaften mit Akazien, Doumpalmen, Felsformationen und offenen Ebenen bekannt. Die halbtrockenen Lebensräume bieten Tieren einen Lebensraum, die an wenig Wasser angepasst sind.

Das Schutzgebiet umfasst etwa 165 km². Es zieht Reisende und Fotografen an, die die Tierwelt Nordkenias kennenlernen möchten, insbesondere die fünf Arten, die als „Samburu Special Five“ bekannt sind.

Geografie und Landschaft

Samburu liegt im gleichnamigen County, etwa 320 bis 350 Kilometer nördlich von Nairobi. Der Ewaso-Ng'iro-Fluss verläuft entlang der südlichen Grenze und ist eine wichtige Wasserquelle in dieser trockenen Region. Doumpalmen, Sträucher und Bäume bilden am Ufer einen grünen Streifen. Dahinter liegen offene Ebenen mit Akazien, dornigem Buschwerk und spärlichem Gras.

Der Gegensatz zwischen der Ufervegetation und der offenen Savanne schafft unterschiedliche Lebensräume. In Trockenzeiten sammeln sich viele Tiere am Wasser. Der Fluss ist daher sowohl für die Tierwelt als auch für die örtlichen Gemeinschaften wichtig, deren Lebensweise traditionell mit der Viehhaltung verbunden ist.

Die Samburu Special Five

Besonders bekannt ist das Schutzgebiet für fünf Tierarten, die für die trockenen Gebiete Nordkenias typisch sind. Der Grevyzebra ist die größte heute lebende Zebraart und besitzt schmale Streifen sowie große, runde Ohren. Die Netzgiraffe hat große polygonale Flecken, die durch helle Linien voneinander getrennt sind. Der Gerenuk, auch Giraffengazelle genannt, richtet sich auf die Hinterbeine auf, um höher gelegene Blätter zu erreichen. Der Beisa-Oryx trägt lange, gerade Hörner und eine auffällige schwarz-weiße Gesichtszeichnung. Der Somaliastrauß ist an der blaugrauen Haut an Hals und Oberschenkeln zu erkennen.

Alle fünf Arten während eines einzigen Besuchs zu sehen, ist nicht garantiert. Sie zählen jedoch zu den wichtigsten Gründen für eine Reise nach Samburu.

Weitere Tiere und Vögel

Im Schutzgebiet leben auch Afrikanische Elefanten, Löwen, Leoparden und Geparden sowie Impalas, Wasserböcke, Warzenschweine und weitere Antilopen. Elefantenherden kommen häufig zum Trinken und Baden an den Fluss. Im Wasser können Flusspferde und Nilkrokodile vorkommen; Besucher sollten sich deshalb nicht ohne Begleitung dem Ufer nähern.

Zu den Vögeln gehören Nashornvögel, Geierperlhühner, Eisvögel, Webervögel und Greifvögel. Die verschiedenen Lebensräume machen Samburu auch für Vogelbeobachter interessant.

Das Volk der Samburu

Das Schutzgebiet ist nach dem Volk der Samburu benannt, das in dieser Region Kenias lebt. Die Samburu gehören zu den nilotischen Völkern Ostafrikas und sind kulturell und sprachlich mit den Massai verbunden. Viele Gemeinschaften leben traditionell von der Viehhaltung; Rinder, Ziegen und Kamele sind dabei von großer Bedeutung.

Zur Kultur gehören besondere Kleidung, Perlenarbeiten, Musik und Tänze. Wer eine örtliche Gemeinschaft besucht, sollte die Bewohner respektieren und vor dem Fotografieren um Erlaubnis bitten.

Geschichte und Naturschutz

Das Samburu-Nationalreservat wurde 1985 eingerichtet und wird vom County Samburu verwaltet. Zusammen mit den Schutzgebieten Buffalo Springs und Shaba bildet es einen Teil der größeren Naturlandschaft Nordkenias. Die Gebiete haben eigene Grenzen und Zugangsregeln, ihre Lebensräume sind für die Tierwelt jedoch miteinander verbunden.

Für den Schutz seltener Arten müssen Brutgebiete, Wanderkorridore und Wasserstellen erhalten bleiben. Forschung, Bestandsüberwachung und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften unterstützen diese Arbeit. Besucher sollten auf erlaubten Wegen bleiben, Tiere nicht füttern und ihren Müll wieder mitnehmen.

Beste Reisezeit

Samburu kann das ganze Jahr über besucht werden. Die Trockenzeiten von Juni bis Oktober sowie von Januar bis Februar gelten häufig als besonders günstig für Tierbeobachtungen. Die Vegetation ist dann weniger dicht, und viele Tiere halten sich häufiger in Flussnähe auf. In den Regenmonaten wird die Landschaft grüner und die Vogelaktivität nimmt zu, während manche unbefestigte Wege schwieriger befahrbar sein können.

Die Tage können heiß sein, während Morgen und Nächte kühler sind. Pirschfahrten am frühen Morgen und am späten Nachmittag bieten angenehmes Licht. Empfehlenswert sind Hut, Sonnenschutz, Trinkwasser und ein Fernglas.

Safari und Unterkunft

Geführte Safaris im Fahrzeug sind die wichtigste Möglichkeit, das Schutzgebiet zu erkunden. Innerhalb und in der Nähe des Reservats gibt es Lodges und Zeltcamps verschiedener Komfortklassen. In stark besuchten Zeiten empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung.

Samburu lässt sich mit Buffalo Springs und Shaba kombinieren. Diese Gebiete sind jedoch eigenständige Schutzgebiete mit eigenen Zugangsregeln und Gebühren. Die Bedingungen sollten vor einer Tour durch mehrere Reservate geprüft werden.

Anreise

Von Nairobi fahren die meisten Besucher über Nanyuki und Isiolo in Richtung Archer's Post. Die Fahrt dauert einen großen Teil des Tages und hängt von Verkehr und Wetter ab. Für die Pisten kann ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit und Allradantrieb sinnvoll sein. Alternativ kommen Inlandsflüge zu einem örtlichen Flugfeld infrage, sofern Verbindungen verfügbar sind.

Samburu zeigt eine besondere Seite Kenias: trockene Landschaften im Norden, seltene Tiere, Elefanten am Fluss und das kulturelle Erbe der örtlichen Gemeinschaften.

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