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Olympos-Beydağları

Der Küsten-Nationalpark Olympos-Beydağları liegt an der Mittelmeerküste im Südwesten der Türkei, in der Provinz Antalya. Er wurde 1972 gegründet und umfasst rund 311,66 km² beziehungsweise 31.166 Hektar. Die Landschaft verbindet die Berge des westlichen Taurus mit Pinienwäldern, felsigen Küsten, Buchten und den Überresten antiker lykischer Städte.

Berge und mediterrane Natur

Der Park erstreckt sich entlang der Küste von der Umgebung Antalyas bis zur Region am Kap Gelidonya. An vielen Stellen reichen die Berghänge fast bis ans Meer und bilden schmale Täler, Felsufer und malerische Buchten. Die Geologie der Region ist unter anderem von Kalkstein und Serpentinit geprägt.

Die Vegetation verändert sich mit der Höhe. In Küstennähe wachsen mediterrane Kiefernwälder und Macchie, weiter oben kommen Schwarzkiefern vor. Oberhalb von etwa 1.000 Metern sind auch Zedern zu finden. Regionale Angaben nennen rund tausend Pflanzenarten. Zur Tierwelt gehören Wildziegen, Wildschweine, Füchse, Schakale und Wölfe. An der Küste sind zudem marine Lebensräume und Nistplätze von Meeresschildkröten von Bedeutung.

Die antike Stadt Olympos

Eine der bekanntesten historischen Sehenswürdigkeiten ist das antike Olympos, eine bedeutende Hafenstadt Lykiens. Der Name erscheint auf Münzen aus dem Umfeld des Lykischen Bundes im 2. Jahrhundert v. Chr. Erhalten sind Teile von Mauern, Brücken, Gräbern, Sarkophagen und weiteren Bauwerken aus hellenistischer, römischer und byzantinischer Zeit.

Die Ruinen liegen in einem grünen Tal, durch das ein Fluss zum Meer fließt. Der archäologische Rundgang zeigt, wie die Stadt mit dem Fluss und dem Hafen verbunden war. Der Weg führt weiter zum Strand von Olympos, wo antike Steine auf Wald und Mittelmeer treffen.

Phaselis und weitere historische Orte

Phaselis in der Region des Parks wurde der Überlieferung nach im 7. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus Rhodos gegründet. Die Stadt war für ihre Häfen und Handelsverbindungen bekannt. Heute sind Reste von Straßen, öffentlichen Gebäuden und einem antiken Theater zu sehen. Weitere historische Stätten sind Idyros bei Kemer und alte Siedlungen rund um Adrasan.

Yanartaş und die Flammen der Chimaira

Yanartaş, auch Chimaira genannt, ist ein Naturphänomen, bei dem Gas durch Risse im Gestein austritt und sich an der Luft entzündet. Zwischen den Steinen brennen kleine Flammen, die besonders nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar sind. Der Ort wird mit dem griechischen Mythos der Chimaira verbunden, die vom Helden Bellerophon besiegt wurde.

Ein ansteigender Fußweg führt zu den Flammen. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, denn der steinige Untergrund kann uneben sein, besonders bei Dunkelheit.

Der Tahtalı-Berg und Aktivitäten im Freien

Der Tahtalı erhebt sich nahe Kemer über der Küste. Von den höher gelegenen Aussichtspunkten bietet sich ein weiter Blick auf das Mittelmeer und die umliegenden Gebirgszüge. In der Region verkehrt eine Seilbahn; außerdem gibt es Wanderwege. Abschnitte des bekannten Fernwanderwegs Lykischer Weg verlaufen durch die weitere Umgebung.

Im Park sind Wandern, Radfahren, Naturbeobachtung, Camping und geeignete Wassersportarten möglich. Frühling und Herbst eignen sich meist besonders gut für Wanderungen, während im Sommer die Strände beliebt sind. Vor der Reise sollten Wetter, Straßenbedingungen und Öffnungszeiten der archäologischen Stätten geprüft werden.

Olympos-Beydağları verbindet mediterrane Natur mit dem historischen Erbe Lykiens. Pinienwälder, Buchten, antike Städte und natürliche Flammen machen die Region zu einem vielseitigen Reiseziel an der türkischen Südküste.

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