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Kirche von Paoay

Die Kirche von Paoay, offiziell die Kirche San Agustin, ist eine berühmte katholische Kirche in der Gemeinde Paoay in der Provinz Ilocos Norte auf der philippinischen Insel Luzon. Sie gilt als herausragendes Beispiel des erdbebensicheren Barocks, bei dem monumentale Architektur mit baulichen Lösungen für eine erdbebengefährdete Region verbunden wird.

Geschichte der Kirche

Die Pfarrei wurde 1593 von Augustinermissionaren gegründet. Der Bau der heutigen Steinkirche begann Anfang des 18. Jahrhunderts: Der Grundstein wurde 1704 gelegt, der Bau des Klosters begann 1707. Das Fundament des Glockenturms entstand 1793. Die feierliche Einweihung fand am 28. Februar 1896 statt.

Die Kirche wurde durch Erdbeben beschädigt, darunter durch Ereignisse in den Jahren 1706 und 1927. Ihre massiven Mauern und kräftigen Strebepfeiler spiegeln historische Bemühungen wider, Gebäude in einer seismisch aktiven Region widerstandsfähiger zu machen.

Architektur des Erdbebenbarocks

Besonders auffällig sind die vierzehn großen Strebepfeiler entlang der Seitenwände. Ihre geschwungenen Formen erinnern an riesige Voluten, über denen kleinere Elemente mit pyramidenförmigen Abschlüssen sitzen. Die Stützen verstärken die Wände und verleihen der Kirche ein festungsartiges Erscheinungsbild.

Beim Bau wurden Korallenstein und Ziegel verwendet. Große Teile des unteren Chorraums und der Mauern bestehen aus Korallensteinblöcken, während in den oberen Bereichen häufig Ziegel eingesetzt wurden. Die europäischen Barockformen wurden an örtliche Materialien und Bedingungen angepasst.

Der freistehende Glockenturm

Ein massiver steinerner Glockenturm steht getrennt vom Hauptgebäude. Er verjüngt sich nach oben und erinnert in seiner Form an eine Pagode. Der Turm wurde später als die Kirche errichtet und diente während der Philippinischen Revolution sowie der japanischen Besatzungszeit als Beobachtungsposten.

UNESCO-Welterbe

1993 wurde die Kirche von Paoay als Teil des UNESCO-Welterbes „Barockkirchen auf den Philippinen“ eingetragen. Zu dieser Gruppe gehören vier Kirchen in Manila, Santa Maria, Paoay und Miag-ao. Sie zeigen, wie europäische Barockarchitektur mit lokalen Materialien, Traditionen und Umweltbedingungen verbunden wurde.

Sehenswertes beim Besuch

Achten Sie auf die mächtigen Strebepfeiler, die Kombination aus Stein und Ziegel, die pyramidenförmigen Abschlüsse und den freistehenden Glockenturm. Die Kirche wird weiterhin für Gottesdienste genutzt; Besucher sollten deshalb Rücksicht nehmen. Informieren Sie sich vorab über Öffnungszeiten und Fotoregeln.

Anreise

Die Kirche liegt in Paoay in der Provinz Ilocos Norte auf Luzon. Ein Besuch lässt sich mit Laoag und weiteren historischen Orten der Region verbinden. Paoay ist mit dem Auto oder lokalen Bussen erreichbar. Prüfen Sie die aktuellen Routen und Fahrpläne vor der Reise.

Warum sich ein Besuch lohnt

Die monumentalen Strebepfeiler, dicken Mauern und der separate Glockenturm zeigen, wie Architektur an die Gefahr von Erdbeben angepasst wurde. Die Kirche zählt zu den markantesten Kulturdenkmälern im Norden Luzons.

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