Fort San Andres, offiziell Baluarte de San Andres genannt, ist eine historische Bastion im Stadtviertel Intramuros in Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Sie wurde 1603 als Teil der Verteidigungsanlagen der spanischen Kolonialstadt errichtet und schützte den südöstlichen Bereich von Intramuros.
Geschichte der Bastion San Andres
Die Bastion wurde nach dem heiligen Andreas, dem Schutzpatron Manilas, benannt. Wegen ihrer Nähe zur Kirche San Nicolas de Tolentino war sie auch als Baluarte de San Nicolas bekannt. Sie sollte das frühere Königstor Puerta Real und den südöstlichen Abschnitt der Stadtmauer vor Angriffen vom Land aus schützen.
Architektur und Verteidigung
1733 wurde die Bastion umgebaut. Dabei kamen ein gegen Beschuss geschütztes Pulvermagazin und ein kleiner Wachtturm, eine sogenannte Garita, hinzu. Später wurde ein Anlegeplatz für Boote eingerichtet, die den Stadtgraben nutzten. Diese Anlagen zeigen die Entwicklung der Militärtechnik im kolonialen Manila.
Zerstörung und Wiederaufbau
Während der britischen Invasion Manilas im Jahr 1762 wurde die Bastion beschädigt und nach der Besatzung wieder aufgebaut. In der Schlacht um Manila 1945 wurde sie erneut zerstört. Die Intramuros Administration restaurierte sie 1987 im Rahmen der Erhaltung der historischen Befestigungsanlagen.
Lage und Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Das Baluarte de San Andres liegt in Intramuros, nahe dem Standort des früheren Königstors und der alten Stadtmauer. Der Besuch lässt sich mit einem Spaziergang zum Baluarte de San Diego und zu Fort Santiago verbinden.
Warum Fort San Andres besuchen?
Die Bastion vermittelt einen Eindruck davon, wie die spanischen Behörden Manila verteidigten. Ihre Geschichte umfasst den Bau im frühen 17. Jahrhundert, spätere Modernisierungen, Kriegszerstörungen und die Restaurierung im 20. Jahrhundert. Sie ist ein lohnender Halt für alle, die sich für die Geschichte und koloniale Militärarchitektur der Philippinen interessieren.
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